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Wie die Verbraucherzentrale mitteilte, wird die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks (BHKW) wird ab April 2012 vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finanziell unterstützt.
Werden in Bestandsbauten neue Blockheizkraftwerke bis zu einer elektrischen Leistung von 20 kW eingebaut, so ist ein einmaliger Investitionszuschuss zwischen 1.500 und 3.450 Euro möglich. Dazu müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: So darf es lokal kein KWK-Fernwärmeangebot geben. Das BHKW selbst muss auf der BAFA-Liste der förderfähigen Anlagen enthalten sein, wofür es hohe Effizienzanforderungen erfüllen muss.
Quelle: sbz-online.de

Wie vor einigen Tagen bekannt wurde, werden die Förderungen von Solaranlagen in Deutschland ab April 2012 deutlich geringer ausfallen. Die Bundesregierung will die Zahlungen um bis zu einem Drittel kürzen. Die Kürzungen für große Anlagen fallen dabei wesentlich stärker aus als für kleinere. Die gekürzten Förderungen sollen bereits ab 1. April 2012 gelten. Ursprünglich sollten eine Kürzung der EEG-Zulagen von 15 Prozent ab 1. Juli 2012 wirksam werden. Hinzu kommen weitere Einmalkürzungen. Mehr unter spiegel.de
Gleichzeitig wurde bekannt, dass alle neu installierten BHKW-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von mehr als 100 KW mit technischen Einrichtungen ausgestattet sein müssen, die dem Netzbetreiber eine Leistungsreduzierung bzw. Abschaltung der BHKW-Anlage ermöglicht, wenn die Netzkapazität durch die Aufnahme des Stroms überlastet wäre. Das ermöglicht also eine willkürliche Zwangsabschaltung durch den Netzbetreiber. Mehr dazu unter pressebox.de
Das bestätigt die in letzter Zeit oft gehörte Annahme, dass die Produktion von Strom speziell durch Solar- und Windanlagen immer unkalkulierbarer wird. Der Produktion von Energie aus Biomasse wird dagegen eine immer größere Bedeutung eingeräumt, da diese grundlastfähig und dezentral einsetzbar ist.
Darauf setzt die Europäische Genossenschaft für Erneuerbare Energie. Das jüngste Geschäftsfeld der EGEE SCE setzt neben der Produktion von Strom den Schwerpunkt künftig mehr auf die Produktion von Biogas. Dies wird mit der im Bau befindlichen Monocarbon-Anlage SAAR 1 in Homburg/Saar verstärkt angestrebt. Das dort zum Einsatz kommende "EGEE-RENAT-ECOGY System" wird daher neben der Produktion von Strom in erster Linie Biogas produzieren, für das bereits Abnehmer mit langfristigen Verträgen bereitstehen.
Um den Investitionskostenanteil der EGEE in Höhe von 7,6 Millionen Euro termingerecht beizubringen wurde für alle neuen Genossenschaftsmitglieder, die bis zum 30.09.2012 zeichnen, ein gestaffeltes Disagio eingefügt, welches einen sofortigen finanziellen Vorteil von 5%, 4% oder 3% gewährt.
Quelle: Mitteilung der EGEE - Hier gibt es Infos zur EGEE
Siehe auch Video: youtube.com
Biogas wird durch die Vergärung von organischen Stoffen hergestellt. Meist werden so genannte Energiepflanzen wie Mais oder Elefantengras verwendet, denn diese bringen die beste Energieausbeute. Eigens dafür werden Grasland gerodert, Ackerflächen gedüngt und großflächige Monokulturen mit Pestiziten rein gehalten.
Inzwischen ist es für Bauern lukrativer, Mais für Biogas anzubauen, nicht nur weil für zwanzig Jahre die Erträge garantiert werden, sondern weil er auch mehr verdient.
Biogas ist nichts anderes als Methan, welches bei Gärprozessen entsteht. Allerdings entstehen bei Biogasproduktion auch noch andere Gase, wie z.B. Lachgas oder Kohlenmonoxid. Methan und Lachgas sind auch als Treibhausgase bekannt. Methan hat einen 25mal stärkeren Treihauseffekt als Kohlendioxid. Der Treibhausfaktor von Lachgas (N2O) gegenüber CO2 liegt bei 300, in Worten dreihundert!
Da diese Bestandteile des Biogases im Gasmotor des an die Biogasanlage angeschlossenen Blockheizkraftwerk (BHKW) verbrannt werden, wird es nicht so schlimm sein. Doch leider wird nicht alles verbrannt. Methanschlupf heißt dieser Verlust.
Ein Teil der Gase entweicht aber aus vielen Gründen (Lecks, Reparaturen, Ablassen bei Überdruck, Nachgärungen ohne Gasabsaugung) in die Atmosphäre, bevor das Biogas überhaupt im Motor ankommt und verstromt werden könnte. In der Regel sind Biogasanlagen mit einer Plane abgedeckt und keineswegs dicht. Zugang bei Reparaturen, Wartungen und zur Befüllung tun ihr Übrigens für einen Biogasverlust. Die Fachliteratur gibt diese Verluste mit 15 % an.
Die Gefährdung der Artenvielfalt durch großflächige Monokulturen und die Belastung der Gewässer mit Düngern und Schädlingsbekämpungsmitteln ließe sich vielleicht rechtfertigen, wenn Biogas hervorragend das Klima schützte. Das ist allerdings fraglich!
Zwar verbrennt Biogas klimaneutral, zumindest der Teil, welcher nicht entweicht. Doch die dabei produzierten noch schädlicheren Klimakiller sprechen eine andere Sprache.
Zudem kostet es viel Energie für eine Biogasanlage Tausende Tonnen Mais anzubauen, ihn zu düngen, vor Schädlingen zu schützen, zu ernten, zu häckseln, zu transportieren, zu silieren, bei einer bestimmten Temperatur und unter Verwendung eines Rührwerkes zu vergären sowie schließlich die gewaltigen Gärrestmengen wieder auf den Feldern zu verteilen.
Der nächste Kritikpunkt betrifft die Gärreste. Sie sind nie voll vergoren und produzieren weiterhin Methan und Lachgas. Das stickstoffhaltige Lachgas wird auch dann noch produziert, wenn die Gärreste wieder auf die Felder ausgebracht wurden. Der heranwachsende Mais nimmt zwar einen Teil des Stickstoffs auf, aber Mikroben im Feldboden oxidieren einen Teil des Stickstoffs (N) zu Lachgas (N2O).
Wohlwollende Schätzungen gehen davon aus, dass rund 1,25 % des eingesetzten Stickstoffs als Lachgas unser Leben erwärmen ... Der Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen rechnet mit einem Wert von rund 3 %. Dann würden Biogasanlagen zur größten Klimabelastung, die Erneuerbare-Energie-Gewinnung regulär verursacht. Die Gesamtemissionen und Nebeneffekte dieser Biostromproduktion liegen somit viel höher als jene für die Gewinnung von Ökostrom aus Wasser-, Wind- oder Sonnenenergie. Vergleicht man sie mit jenen modernen Gaskraftwerken, die fossiles Erdgas nutzen, dann wird jeder einsehen: Strom aus Erdgas kann sogar umweltfreundlicher sein als solcher aus Biogasanlagen.
Hinzukommt die veränderte Landnutzung. Wird Weideland auf Maisanbau umgestellt, so enthält der Boden zunächst viel Humus. Humus hat viel Kohlenstoff gespeichert. Dieser Kohlenstoff verwandelt sich durch verstärkten Luftkontakt, z.B. bei der Bodenbearbeitung in das Treibhausgas Kohlendioxid. Um diesen Klimaeffekt auszugelichen, müsste man in Abhängigkeit des Bodentyps jahrelang Bioenergiepflanzen darauf anbauen.
Drei Viertel eines Jahres liegen die Acker quasi brach und sind der Erosions ausgesetzt. Man denke nur an die Toten des Anfang 2011 durch eine vom Acker aufgewirbelte Staubwolke an der A19 bei Rostock.
Biogasanlagen können intelligente Lückenfüller für Ökostrom sein. Doch oft laufen die Anlagen rund um die Uhr und verschwenden besonders im Sommer viel Wärme.
Die gegenwärtige Biosgasproduktion will zwar ihren Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase erbringen, produziert aber in Wahrheit mehr Klimakiller als ohne sie. Zudem werden Landerosion und Artensterben begünstigt.
Glücklicherweise gibt es inzwischen auch Konzepte, die diesen negaitven Wirkungen entgegen wirken wollen.
Wie es dem inzwischen vor dem Aussterben stehenden deutschen Kiebitzen geht, erfahren Sie im nachfolgend gelisteten Beitrag.
Quelle und ausführlichere Version gibt es bei der
Zeit-Online: Biogas, Nein Danke!
Immer mehr Getreide, egal ob Mais oder Weizen wird statt als Nahrungsmittel für die Energiegewinnung oder als Biosprit zum Autofahren verwendet. Das ist allgemein bekannt und verantwortlich für steigende Nahungsmittelpreise.
Der größte Maisproduzent, die USA, verwerten in diesem Jahr erstmals mehr Mais in der Energieproduktion (Biosprit) als in der Tiermast. Dies gab das amerikanische Landwirtschaftsministerium vor kurzem bekannt. Darüber hinaus werden alternative Energieträger wie Bioethanol staatlich gefördert. Die verstärkte Nachfrage nach Nahrungsmittel aus dem Energiesektor sorgt für steigende Preise, was Auswirkungen auf Bauern in der Tiermast, auf die dritte Welt und letztenendes auf alle Getreideprodukte hat. Daher steigt von Tag zu Tag die Zahl der Gegner von Biosprit. Ob die Nutzung von Getreide als Biospirt wirklich ein Beitrag zum Klimaschutz ist, ist eine heiß diskutierte Frage.
Die sieben wichtigsten Getreidesorten
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