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15.03.2012
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Großmarktabfälle zu Biogas und Biosprit

Großmarktabfälle zu Biogas und Biosprit

Kraftstoff aus Marktabfällen © Fraunhofer IGB

Die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart gewinnen den Biosprit (Erdgas) aus Obst- und Gemüse-Abfällen von Grossmärkten, Restaurants und Kantinen. Werden diese Lebensmittelreste vergoren, entsteht Biogas, d.h. Methan.

Eine erste Pilotanlage neben einem Stuttgarter Grossmarkt ging Anfang dieses Jahres in Betrieb.

Dabei produzieren Mikroorganismen aus den Abfällen in einem zweistufigen Vergärungsprozess und in nur wenigen Tagen Methan. Die Herausforderung bestand darin, dass die Marktabfälle sich jeden Tag anders zusammensetzen, mal sind es matschige Bananen, dann faulige Tomaten und Äpfel. Gerade die Zitrusfrüchte enthalten viel Säure, was ein ständige pH-Wert-Anpassung erfordert.

Ein weiterer Vorteil der Biogasanlage besteht darin, dass alles verwertet wird, vom Biogas über das flüssige Filtrat bis zum nicht weiter vergärbaren, schlammartigen Rest. Unterstützung kommt von einem zweiten Teilprojekt in Reutlingen — einer Algenkultur.

Die dortigen Algen produzieren Öl, welches als Treibstoff in Dieselmotoren verwendet werden kann. Gefüttert werden die Algen mit dem Filtratwasser aus der Biogasanlage in Stuttgart. Es enthält genügend Stickstoff und Phosphor. Das Kohlenstoffdioxid, das die Algen zum Wachsen brauchen, kommt ebenfalls aus der Stuttgarter Biogasranlage. Das produzierte Biogas besteht aus über 60 % Methan und rund 30 % Kohlenstoffdioxid.

Übrigens wird der schlammartige Gärrest ebenfalls in Methan umgewandelt. Verantwortlich dafür sind Kollegen aus dem Schweizer Paul Scherrer Institut und dem Karlsruher Institut für Technologie.

Quelle: p-p-plus.ch

08.03.2012
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Kann erneuerbare Energie unsozial sein?

Kann erneuerbare Energie unsozial sein?

Österreichische Sozialwissenschaftler untersuchen mit Unterstützung der österreichischen Bundesregierung, inwieweit erneuerbare Energie unsozial werden/wirken kann.

"Letztlich steckt in uns allen ein Nimby - ein sogenannter Not In My Back Yard", so meint Jürgen Suschek-Berger vom Interuniversi tären Forschungszentrum Graz (IFZ).

Die Nachhaltigkeitsforscher haben sich deshalb die Frage gestellt, ob alles Umweltfreundliche automatisch auch gut für die gesamte Gesellschaft ist", erläutert Gudrun Lettmayer von der Forschungsgesellschaft Joanneum Research. "Tatsächlich gibt es auch bei neuen und sauberen Technologien Gewinner und Verlierer."

Die beiden Forscher beschäftigen sich in ihrem Projekt "Sonah", welches im Rahmen des Programms Energiesysteme der Zukunft vom Infrastrukturministerium finanziert wird, mit dem oft unterschätzten Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit in Zusammenhang mit erneuerbarer Energie.

Als ein entscheidendes Akzeptanzkriterium wird daher die frühzeitige Einbindung von Anwohnern gesehen. Denn dies sind diejenigen, die später durch Gerüche von Biogasanlagen sowie von Schlagschatten und Infraschall von Windturbinen betroffen sind und dann mehr oder weniger tolerant damit umgehen.

Als Ergebnis der Untersuchungen wurde ein Kriterienkatalog erarbeitet, der im Internet zur Verfügung steht.

Die künftigen Betreiber von Anlagen zur Energiegewinnung aus erneuerbarer Energie sollten nämlich wissen:

  • wie stark das Projekt von der lokalen Bevölkerung angenommen wird
  • wo Probleme auftreten können
  • wer wann informiert und eingebunden werden soll
  • welchen Nutzen sowohl die Region als auch der einzelne Bürger davon hat
  • welche langfristigen Auswirkungen zu erwarten sind.

Quelle: derstandard.at

Der Katalog

Der SONAH-Kriterienkatalog präsentiert die sieben Themenfelder:

  • Konfliktprävention
  • Öffentlichkeitsbeteiligung
  • Regionale Aufwertung
  • Identität und Zusammenarbeit
  • Lebensqualität
  • Sicherheit und Unabhängigkeit,
  • Globale Verantwortung.

Und hier gibt es den Kriterienkatalog: http://www.sonah.at/kriterienkatalog

25.02.2012
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EGEE gibt Disagio

EGEE gibt Disagio

© EGEE-Logo

Wie vor einigen Tagen bekannt wurde, werden die Förderungen von Solaranlagen in Deutschland ab April 2012 deutlich geringer ausfallen. Die Bundesregierung will die Zahlungen um bis zu einem Drittel kürzen. Die Kürzungen für große Anlagen fallen dabei wesentlich stärker aus als für kleinere. Die gekürzten Förderungen sollen bereits ab 1. April 2012 gelten. Ursprünglich sollten eine Kürzung der EEG-Zulagen von 15 Prozent ab 1. Juli 2012 wirksam werden. Hinzu kommen weitere Einmalkürzungen. Mehr unter spiegel.de

Gleichzeitig wurde bekannt, dass alle neu installierten BHKW-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von mehr als 100 KW mit technischen Einrichtungen ausgestattet sein müssen, die dem Netzbetreiber eine Leistungsreduzierung bzw. Abschaltung der BHKW-Anlage ermöglicht, wenn die Netzkapazität durch die Aufnahme des Stroms überlastet wäre. Das ermöglicht also eine willkürliche Zwangsabschaltung durch den Netzbetreiber. Mehr dazu unter pressebox.de

Das bestätigt die in letzter Zeit oft gehörte Annahme, dass die Produktion von Strom speziell durch Solar- und Windanlagen immer unkalkulierbarer wird. Der Produktion von Energie aus Biomasse wird dagegen eine immer größere Bedeutung eingeräumt, da diese grundlastfähig und dezentral einsetzbar ist.

Darauf setzt die Europäische Genossenschaft für Erneuerbare Energie. Das jüngste Geschäftsfeld der EGEE SCE setzt neben der Produktion von Strom den Schwerpunkt künftig mehr auf die Produktion von Biogas. Dies wird mit der im Bau befindlichen Monocarbon-Anlage SAAR 1 in Homburg/Saar verstärkt angestrebt. Das dort zum Einsatz kommende "EGEE-RENAT-ECOGY System" wird daher neben der Produktion von Strom in erster Linie Biogas produzieren, für das bereits Abnehmer mit langfristigen Verträgen bereitstehen.

Um den Investitionskostenanteil der EGEE in Höhe von 7,6 Millionen Euro termingerecht beizubringen wurde für alle neuen Genossenschaftsmitglieder, die bis zum 30.09.2012 zeichnen, ein gestaffeltes Disagio eingefügt, welches einen sofortigen finanziellen Vorteil von 5%, 4% oder 3% gewährt.

Quelle: Mitteilung der EGEE - Hier gibt es Infos zur EGEE

Siehe auch Video: youtube.com

03.02.2012
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75-kW-Gülle-Biogasanlagen sind noch zu teuer

75-kW-Gülle-Biogasanlagen sind noch zu teuer

Kleine Biogasanlagen müssen noch lukrativer werden. Sie können fast nur mit Kuhdung, Pferdemist und Jauche betrieben werden. Sie könnten den Mais-Boom Einhalt gebieten, wenn diese Anlagen nicht noch zu teuer wären. Denn die Energieausbeute aus Kuhdung, Pferdemist und Jauche ist geringer als aus Mais und Gerste.

Das EEG sieht den gemeinschaftlichen Betrieb der bis 75 Kilowatt starken Biogasanlagen vor, möchte lange Transportwege vermeiden und bietet 25 Cent/kWH statt nur 22 Cent/kWh Einspeisevergütung auf 20 Jahre an. Der Gesetzgeber hat hier als den Fehler der jüngsten Vergangenheit gelernt, wonach Energie-Mais in großflächiger Monokultur den Artenschutz, das Grundwasser und die Pachtpreise für Ackerland negativ beeinflusste — abgesehen vom Verstoß gegen die Ethikregeln für Nutzung erneuerbarer Energien.

Rund 600.000 bis 700.000 Euro verlangen die Biogasanlagebauer derzeit für kleinere Anlagen. Derartig hohe Investitionskosten von 8.000 bis 9.500 Euro pro installiertem Kilowatt erlauben trotz attraktiver EEG-Vergütung keine Gewinnerzielung. Daher ist Abwarten angesagt, bis die Anlagenbauer mit den Preisen runtergehen.

Quelle: taz.de

10.01.2012
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Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Bodenverunreinigung durch Biogasanlagenbetreiber

Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Bodenverunreinigung durch Biogasanlagenbetreiber

Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Bodenverunreinigung durch Betreiber von Biogasanlagen.

Aktuell wurden 30 Biogasanlagen untersucht und bei zehn Betreibern Verfahren eingeleitet. Vorausgegangen waren Bußgeldbescheide an verschiedene Biogasproduzenten, da deren Anlagen kleinere und größere Mängel aufwiesen.

Bodenverunreinigungen können entstehen, wenn Biogas billig gelagert wird, so dass im Biogas enthaltene Schadstoffe ins Erdreich wandern können. Mittelfristig kann dies zu Verunreinigung des Grundwassers führen. Die Umweltbetrüger sparen sich so bis zu fünfstellige Beträge.

Quelle: gas.idealo.de

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Letzte Änderung: Donnerstag, 17.05.2012   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Stuttgart
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