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11.01.2012
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Gazprom, Nabucco, gelber Schnee und Intrigen

Gazprom, Nabucco, gelber Schnee und Intrigen

Am 10. Januar 2012 lief auf dem deutsch-französischen Fernsehsender eine sehr aufschlussreiche anderthalbstündige Dokumentation mit dem Titel Gasmonopoly.

Wir möchten an dieser Stelle nicht den Inhalt vorwegnehmen, aber es ging um den russischen Gasriesen Gazprom, der nach mehr strebt, um die Gaspipeline Nabucco, die unabhängig machen soll von russischen Gas. Es ging um gelben Schnee, um Umweltverschmutzung und auch um Alternativen wie Fracking.

Obwohl oft nicht klar angesprochen zeigte der Bericht, was aktuell in der Gasbranche vor sich geht. Leider ist die Internetvariante ein wenig kurz geraten.

Video: http://videos.arte.tv/de/videos/gas_monopoly-6308306.html

30.12.2011
 | Autor: THM | Abgelegt in:  | Kommentare: 0

EGEE baut zweites Geschäftsfeld auf

EGEE baut zweites Geschäftsfeld auf

EGEE-Logo
© EGEE-Logo

Die Europäische Genossenschaft für Erneuerbare Energien SCE (EGEE) baut zweites Geschäftsfeld auf. Bekanntermaßen hat sich die EGEE auf die Fahnen (Satzung) geschrieben, sich an Projekten mit einer voraussichtlichen Mindestrendite von 15 % im regenerativen Energiebereich zu beteiligen.

Wie kürzlich bekannt wurde, gewann die EGEE eine Ausschreibung und brachte die erforderlichen Verträge unter Dach und Fach. Die Anfangsrate für das erste Projekt im zweiten Geschäftsfeld wurde bereits Anfang Dezember 2011 überwiesen.

Recherchen ergaben, dass es sich beim neuen Geschäftsfeld um Anlagen handele, die nicht nur Bioabfälle sondern jede Art von energiehaltigen Stoffen zerlegen können, um sie energetisch zu nutzen. Endprodukte können aufgrund einer Modulbauweise der Anlage an örtliche Gegebenheiten angepasst werden. Dabei kann sowohl Wasserstoff, Granulat für die Kunststoffindustrie als auch Biogas produziert werden. Alle entsprechenden Verfahren seien seit Jahren bekannt und im Einsatz. Das Neue sei die modulare Verknüpfung von etablierten Techniken. Die Endprodukte können zur Strom- und zur Wärmeerzeugung verwendet werden und an lokale Anbieter weitergeleitet werden, d.h. vorort verbraucht werden.

Ein interessantes Betätigungsfeld ergäbe sich aus der Verwendung von Klärschlamm. Gemäß einer Auflage der EU muss Klärschlamm ab 2012 hygienisiert entsorgt werden. Wie aus Gesprächen mit den Erfindern der Anlage klar wurde, könne man so gleich an zwei Stellen verdienen, einerseits bei der Entsorgung und stofflichen Verwertung von Abfällen sowie am Verkauf der Endprodukte wie z.B. Erdgas, Wasserstoff, Strom und Wärme.

Die Frage eines Mischbetriebes bei den zu verarbeiteten Stoffen wurde bejaht, egal ob Grünschnitt, verunreinigter Kompost, gelbe Säcke samt Inhalt oder Autoreifen. Freilich sind die nichtregenerativen Stoffe nicht im Sinne der Satzung der EGEE. Wohl aber erhöhten sie die Investitionssicherheit einer solchen Anlage, wenn statt Bioabfällen, Grünschnitt oder gar Klärschlamm auch gelbe Säcke und Karkassen stofflich und energetisch verwertet werden könnten.

Offiziell soll das neue Geschäftsfeld vom Erfinder der Anlage, einem Aachener Professor, den Mitgliedern der Genossenschaft zur EGGE-Jahresauftaktveranstaltung im Januar 2012 vorgestellt werden.

Siehe auch frühere Berichte:

09.10.2011
 | Autor: THM | Abgelegt in:  | Kommentare: 0

Windstrom zu Windgas

Windstrom zu Windgas

Zum jüngst vorgestellten Projekt des Fraunhofer-Institut, wonach Methan ins Erdgasnetz eingespeist und so gespeichert werden soll, gesellt sich nun das pro Windgas-Projekt von Greenpeace Energy.

Greenpeace Energy hat inzwischen über 3000 Kunden für sein Windgas-Angebot gewonnen. Bis Jahresende avisiert man auf 5000 Nutzer von proWindgas.

Windgas entsteht aus überschüssigem Strom aus Windkraft. Dabei wird per Elektrolyse zunächst Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Anschließend wird unter Beigabe von Kohlendioxid Methangas erzeugt. Erdgas und Biogas bestehen zu einem Großteil aus Methan.

Durch Einspeisung von Methan ins Erdgasnetz können einerseits die daran angeschlossenen Verbraucher erreicht und andererseits die Speichermöglichkeiten eines großen Rohrleitungsnetzes samt Gasspeichern genutzt werden.

Quelle: greenpeace-energy.de und gas-magazin.de

Windstrom zu Windgas
Windstrom zu Windgas © Greenpeace Energy eG
06.10.2011
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Methan als Stromspeicher

Methan als Stromspeicher

Derzeit errichten das Forschungsinstitut ZSW, das Fraunhofer Institut IWES und die Firma SolarFuel am ZSW in Stuttgart eine größere Versuchsanlage mit 250 Kilowatt Eingangsleistung. Ziel ist es, die Speicherung von Ökostrom als Methangas im vorhandenen Erdgasnetz weiterzuentwickeln und praxisreif zu machen. Die neue Versuchsanlage solle im Sommer 2012 betriebsbereit sein.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen in das E-Gas-Projekt der Audi AG einfließen. Im Rahmen dieses Projektes soll SolarFuel bis 2013 eine 6-MW-Anlage errichten.

Das Projekt soll dazu beitragen, Ökostrom und Stromspeicher zusammenzubringen, um Strom kostengünstig zu speichern. Denn Pumpspeicherkraftwerke sind in Deutschland nur noch geringfügig erweiterbar. Batterien können elektrischen Strom nur kurzfristig speichern. Wasserstoff hat keine gute Infrastruktur und eignet sich daher nicht im großen Maßstab als Speichermedium verwendet zu werden.

Wenn Strom jedoch in Methan umgewandelt wird, so steht der schlecht kalkulierbaren Ökostromerzeugung das gesamte deutsche Erdgasnetz mit seinen hohen Speicherkapazitäten zur Verfügung. Methan ist langfristig lagerfähig, so dass eine Speicherung von Stromüberschüssen über eine lange Zeit einfach möglich. Wird mehr Strom benötigt, als erzeugt wird, kann Methan wieder verstromt werden.

Methan kann in Gaskraftwerken mit KWK-Technik rückverstromt werden, in Mini-BHKWs in Wohnhäusern oder in Erdgasautos verwendet werden.

Quelle: topagrar.com

10.08.2011
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Fracking für unkonventionelles Gas und für Ölsande

Fracking für unkonventionelles Gas und für Ölsande

Öltonnen

Beim Fracking wird so genanntes unkonventionelles Gas (Erdgas) aus tonhaltigen Erdschichten bzw. Schwarzschiefer gefördert. Dazu müssen die Schieferschichten aufgebrochen werden. Das erfolgt durch das stark umstrittene Fracking, konkret durch mit Chemikalien versetzten Wasserdampf. Aktuelle Untersuchen und Beobachtungen ergaben, dass die Ölfirmen dabei bzgl. der Chemikalienliste nicht kleinlich sind.

Dort befinden sich zahlreiche Chemikalien der höchsten Toxizitätsstufe, die keinesfalls ins Trinkwasser gehören. Das deutsche Bergbaurecht kann leider keine Sperrliste für ins Erdreich zu verbringende Stoffe. In Frankreich ist Fracking übrigens verboten.

Die Firma N-Solv hat nun für die Erdölförderung aus Ölsanden ein ähnliches Verfahren entwickelt. Bisher wurde heißer Wasserdampf mit Chemikalien verwendet, der ins Erdreich gepumpt wurde und die Ölbestandteile herausspülen sollte. Nun soll dieser Dampf durch 50°C heißes Propangas ersetzt werden. Über die weiteren Chemikalien schweigt sich die Firma aus. Das Verfahren wird derzeit auf den Ölsandfeldern Nordkanadas erprobt.

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Letzte Änderung: Donnerstag, 17.05.2012   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Stuttgart
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