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Voith Hydro Wavegen, die schottische Voith-Tochter, gewann Ende November 2011 schottischen Preis für weltweit erstes kommerziell tätiges Wellenkraftwerk.
Der schottische Rat für Industrie und Entwicklung (Scottisch Council for Development and Industry) würdigt mit dem Preis die Leistungen der Voith-Tochter um das Wellenkraftwerk im nordspanischen Mutriku. Dort wurden 16 Wellsturbinen in Wellenbrecher eingebaut. Sie leisten maximal 300 Kilowatt — Strom für 250 Haushalte.
Insgesamt gibt es verschiedene Konzepte zur Nutzung der Wellenkraft. Voith Hydro hat sich für die OWC-Technologie (Oscillating water column = oszillierende Wassersäule) entschieden. Die Technik ist das derzeit einzige, unter kommerziellen Bedingungen erprobte Verfahren.
Dabei werden Hohlbehälter mit dem Meer verbunden. Sie sind zu einem gewissen Teil mit Meereswasser gefüllt und am anderen Ende geschlossen. Durch die Wellenbewegung verändert sich die Wasserhöhe (Wassersäule) in den Hohlbehältern. Dies wiederum ändert parallel zur Wellenbewegung (Wellenhöhe) den Luftdruck in den Behältern.
Diese Druckunterschiede werden mit Hilfe von Wells-Turbinen genutzt, um letztenendes Strom zu erzeugen.
Wellsturbinen können wechselseitig durchströmt werden, so dass sich deren Rotationsrichtung nicht ändern muss. Auf diese Weise wird das Auf und Ab der Wellen über durch Wellsturbinen geleitete Luftströmungen in Rotationsenergie umgewandelt, welche einem herkömmlichen Stromgeneratur zugeführt wird. Dieser Generator erzeugt elektrischen Strom, den Ihr Computer verbraucht, um diese Meldung aus den Tiefen des Internet anzufordern und optisch auf Ihrem Bildschirm darzustellen ...
Der geneigte Leser findet das sicher toll, oder?
Quellen:
Das aktuelle Problem, welches derzeit versucht wird zu lösen, ist neben dem Gewicht und der Speicherkapazität der Batterien deren Ladeproblem.
Häufig gibt es eine Ladesäule. Die Frage ist nur, wie sieht der Stecker aus. Die deutschen Stecker passen auch in Spanien. Aber soweit kommt kein Elektroauto ohne mehrfaches Laden der Batterie. In Frankreich (und Italien) gibt es zwar auch siebenpolige Stecker, die mit 230 V arbeiten — nur sehen die Stecker dort anders aus.
Ein weiterer Unterschied: Deutsche Stecker erlauben bis 43 kW, die französischen nur 22 kW. Gegenwärtig wird auf internationaler Ebene versucht, eine Einigung herbeizuführen.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der induktiven Aufladung. Dazu muss die Batterien nirgends angeschlossen werden. Allerdings unterhalb der Parkfläche müssen Ladematten integriert sein, die die Ladeenergie über sich änderndes Magnetfeld an das Auto und somit an die Batterie übertragen. Diese Technik ist teuer und erlaubt nur kleinere Ladeströme, so dass der Ladevorgang insgesamt länger dauert.
Es bleibt also spannend in Punkto Elektromobilität.
Quelle: dradio.de
Das Solarkraftwerk Gemasolar hat als erstes kommerzielles Solarturmkraftwerk, welches Salz als Wärmeträgermedium einsetzt, in Südspanien seinen Betrieb aufgenommen. Das Solarkraftwerk befindet zwischen Sevilla und Córdoba (Andalusien). Es weist eine Leistung von 19,9 Megawatt auf und soll aut Torresol 110 GWh jährlich erzeugen und 30.000 t CO2 einsparen.
Das Solarkraftwerk besteht aus 2.650 beweglichen Spiegeln (Heliostate). Sie sind auf einer Fläche von 185 Hektar rund um einen 140 Meter hohen Turm installiert.
Die GPS-nachgeführten Heliostate reflektieren das Sonnenlicht auf die Spitze des Solarturms. Dabei erhitzen sie das Salz auf eine Temperatur von 500 Grad Celsius. Salz schmilzt bei 400 °C. Das flüssige Salz wir zu einem Wärmetauscher geleitet, welcher Wasserdampf erzeugt. Der Rest ist bekannte Technik. D.h. der Wasserdampf treibt eine Dampfturbine, die Strom erzeugt.
Vorteil dieses Verfahrens ist, dass auch elektrischer Strom erzeugt werden kann, wenn die Sonnen nicht mehr scheint. Gemasolar kann Strom bis zu 15 Stunden ohne Sonneneinstrahlung erzeugen.
Das Solarkraftwerk wird von dem Joint Venture Torresol Energy betrieben (Firma Sener aus Spanien und Masda aus Abu Dhabi). Spanien und das Emirat Abu Dhabi haben den Bau von Gemasolar mitfinanziert. Zur feierlichen Eröffnung erschienen der spanische König Juan Carlos, Kronprinz Mohammed bin Sayed sowie weitere Mitglieder des Königshauses aus Abu Dhabi.
Quelle inkl. Video: handelsblatt.com

In Mutriku bei San Sebastian im Baskenland Spaniens wurde am 8. Juli 2011 das erste kommerzielle Wellenkraftwerk eingeweiht.
Aufgabe war, den Hafen vor bis zu drei Meter hohen Wellen des Atlantiks zu schützen. Dabei dachte man sich, statt nur Betonwellenbrecher zu bauen auch gleich die Wasserkraft zu nutzen. Die aktuelle Anlage hat einen Wirkungsgrad von 40 %. Die nächste Generation von Wellenkraftwerken dieser Bauart soll 60 % Wirkungsgrad erreichen (lt. den beteiligten Forschern von der Universität Siegen).
Die 16 Luftturbinen des Wellenkraftwerks Mutriku erreichen eine Leistung von max. 0,3 MW, was dem Strombedarf von 250 Haushalten entspricht. Das Wellenkraftwerk erzeugt jährlich rund 660 MWh. Insgesamt schätzt man das weltweite Strompotenzial der Wellenkraft auf bis zu 80.000 Terawattstunden/Jahr (TWh/a).
Quelle Tagesspiegel: Strom aus dem Auf und Ab der Meereswogen
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