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Null-Strom-Weblog, Webtagebuch zu alternativen Energien, Nachhaltigkeit und Klimaschutz

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16.05.2012
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Mehr Geld für Windstrom durch Marktprämie und Managementprämie

Mehr Geld für Windstrom durch Marktprämie und Managementprämie

Windpark

Was viele nicht wissen: Windenergie ist die am längsten geförderte regenerative Energie in Deutschland. Damit das auch so bleibt, ist es an der Zeit, den Fördertopf zu sichern und den Verbraucher durch Einführung neuer Begriffe zu verwirren. Denn wer verwirrt ist, denkt nicht.

So haben sich kluge Bürokraten überlegt, dass Windradbetreiber ihren Strom doch an der Strombörse in Leipzig verkaufen könnten. Und so könnten sie mit Ihren Windräder am Strommarkt teilnehmen und nicht einfach nur ihren Strom produzieren und eine feste Vergütung pro Kilowattstunde erhalten. Bisher war es egal, ob der Strom eingespeist werden konnte und jemand ihn brauchte oder nicht. Die bloße Produktion reichte.

Mit dem neuen System funktioniert nun das Ganze unter Marktbedingungen, so wie ein Markt im Sozialismus eben funktioniert. Der Windparkbetreiber verkauft seinen mühevoll produzierten Strom an der Strombörse (oder auch nicht). Aber er versucht es. Falls er den Strom verkaufen kann, erhält er die Differenz zur bisherigen Festvergütung als Marktprämie. Kann er seinen Windstrom nicht verkaufen, gibt es auch die Marktprämie, die in diesem Fall der bisherigen Festvergütung entspricht. An dieser Stelle hat sich das System noch nicht geändert, da der Windparkbetreiber das gleiche Geld wie vorher erhält, egel ob der Strom gebraucht wird oder nicht.

Und weil Kapitalismus so anstrengend ist, gibt es eine Managementprämie oben drauf. Toll nicht?

 

29.02.2012
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Methanisierung als Ausweg für Unkalkulierbarkeit von Windstrom- und Solarstromproduktion

Methanisierung als Ausweg für Unkalkulierbarkeit von Windstrom- und Solarstromproduktion

Windstrom und Solarstrrom

Die Methanisierung wird derzeit als einziger Weg angesehen, um der Unkalkulierbarkeit der Windstrom- und Solarstromproduktion entgegenzuwirken. Zwangsabschaltungen von Energieerzeugungsanlagen waren in der Vergangenheit immer öfter zu verzeichnen, damit das Stromnetz nicht überlastet würde.

Übrigens wurden Zwangsabschaltungen auch per EEG finanziert. Energie wurde also einfach weggeworfen. Als Ausweg wurden neue Pumpspeicherkraftwerke in Österreich oder in Norwegen angesehen. Allerdings behagt das einigen Anwohnern nicht sonderlich.

Aber warum den Strom verlustreich über hunderte Kilometer zu transportieren und womöglich noch neue Leitungen dafür errichten, wenn es nicht einfachere Möglichkeiten der Energiespeicherung gibt?

Elektrolyse ist einfach

Die einfachste Möglichkeit ist, den Strom über zwei Metallstäbe durch Wasser zu leiten und Wasserstoff zu produzieren. Rein theoretisch kann dieser Wasserstoff für wasserstoffgetriebene Fahrzeuge genutzt werden. Nur leider fahren die auch nicht so viel herum, abgesehen dass die Anzahl nicht relevant groß ist. Praktischerweise dürfte das also eher die Ausnahme sein.

Eine Möglichkeit bietet sich als Beimischung ins Gasnetz. Fünf Prozent Wasserstoffanteil sind laut DIN zulässig. Mittelfristig ließe sich die Deutsche IndustrieNorm auf 15 Prozent Toleranzgrenze ändern. Für eine Einspeisung in großem Stil ist das leider auch nicht geeignet.

Übrig bleiben nur die Rückverstromung über Gasturbinen, Gasmotoren oder Brennstoffzellen. So ließe sich Verbrauch und Produktion leicht entkoppeln und Windräder rund um die Uhr betreiben sowie PV-Anlagen auch mittags nutzen, wenn der Energieverbrauch seine Tagesdelle hat.

Einziger Nachteil: Sie brauchen Wasser und Gasspeicher für den erzeugten Wasserstoff.

Methanisierung

Ohne Gasspeicher, aber auch nicht ohne Wasser kommen Sie bei der Methanisierung aus.

Bei der Methanisierung reagiert per Sabatier-Reaktion Wasserstoff (H2) unter Zugabe von Kohlendioxid (CO2) zu Methan (CH4) und Wasser (H20). Auch hier muss also erst einmal Wasserstoff gewonnen werden.

Vorteil dieses Verfahrens ist, dass das Methangas Erdgas sehr ähnlich ist. Denn Erdgas besteht zwischen 75 und über 90 Prozent aus Methan.

Das produzierte Methangas wird also dem Gasnetz zugeführt und erhält so Anschluss an einen riesigen Energiespeicher, der nicht nur aus Gasspeichern selbst sondern auch aus dem Rohrleitungsnetz an sich besteht.

40 GWh können derzeit deutsche Pumpspeicherkraftwerke aufnehmen bzw. speichern. Das vorhandene Gasnetz könnte soviel Windgas bzw. Sonnengas aufnehmen, so dass man damit theoretisch über 100.000 GWh elektrischen Strom erzeugen könnte. Diese Kapazität entspricht einem Sechstel des Stromverbrauchs von 2010 in Deutschland von ca. 600 TWh. Nach aktuellen Planungen soll diese Kapazität bis 2030 um 37 % erhöht werden. Eine elektrische Kapazität von 100 TWh würde somit ausreichen, um Deutschland zwei Monate lang mit elektrischem Strom zu versorgen. Mit regenerativem Erdgas ließe so das Ziel von 100 % grundlastfähigen Erneuerbaren Energien erreicht werden.

Quelle: umweltfinanz.de

18.01.2012
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Windkraft in Österreich

Windkraft in Österreich

In 2011 wurden in Österreich 120 Mio. Euro in den Windkraftanlagen investiert. Dieses Jahr werden sogar 620 Mio. Euro erwartet. Der kräftige Ausbau in 2012 wird die bereits installierte Windkraft-Leistung in Österreich um rund ein Drittel steigern.

In 2011 wurden 31 Anlagen mit 73 Megawatt (MW) errichtet, so dass Anfang 2012 insgesamt 656 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 1.084 MW in Betrieb waren.

Im Jahr 2012 rechnet man mit der Errichtung von rund 140 Windkraftanlagen mit insgesamt 376 MW Leistung, was einen Investitionsbedarf von ca. 620 Mio. Euro darstellt. Danach können rund ein Viertel der österreichischen Haushalte mit Windstrom versorgt werden, was etwa 3 Mrd. kWh entspricht. Mit der Ausbau der Windenergie kann importierter Atomstrom vermindert werden.

Das Ökostromgesetzes 2012, welches im Juli 2011 beschlossen wurde, ebnete den Weg für einen erfolgreichen Ausbau der Windenergie in der Alpenrepublik. Zusätzlich konnten mit Hilfe eines Sondertopfes von 80 Mio. Euro die noch wartenden, aber bereits bewilligten Projekte abgearbeitet werden.

Übrigens betrugen die Jahreskosten der österreichischen Windkraftförderung in 2011 nur 4,90 € pro Haushalt.

Quelle: sonnenseite.com

Quelle der Grafik: thewindpower.net

Weltweiter Windkraftausbau © thewindpower.net
09.12.2011
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Von offenen Fragen zu Wasserstoff aus Windstrom

Von offenen Fragen zu Wasserstoff aus Windstrom

Windstrom-Erzeugung

Windstrom wird oft dort produziert, wo er nicht gebraucht wird. Das größte Problem der Energiewende in Deutschland ist nicht die Erzeugung von elektrischen Strom aus erneuerbarer Energie, sondern der Stromtransport vom Ort der Erzeugung zum Ort des Verbrauchs.

Da der Ausbau des deutschen Stromnetzes langsamer vorangeht als erwartet und der Ausbau erneuerbarer Energie derzeit schneller vonstatten geht, gibt es Überlegungen den erzeugten Strom anderweitig zu nutzen und weniger Risiko für Netzüberlastungen und somit Zwangsabschaltungen zu produzieren.

Das DLR-Institut für Technische Thermodynamik bringt neben anderen Forschern und Ingenieuren seine Kompetenzen gleich in drei Projekten ein.

Gegenwärtig wird an der Steigerung des Wirkungsgrades der Elektrolyse gearbeitet. Durch Elektrolyse kann Wasserstoff aus elektrischem Strom produziert werden. Das DLR versucht dabei die bereits erprobte, alkalische Elektrolyse durch neuartige Elektrodenbeschichtungen weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus soll die Polymerelektrolyse zur Marktreife gebracht werden. Die Polymerelektrolyse nutzt fluktuierende Stromangebot besser aus, um Wasserstoff effizient herstell zu können. Die Investitionskosten können aufgrund der Überlastfähigkeit gesenkt werden können. Ferner wollen die DLR-Forscher die Kosten bei der Elektrolyse reduzieren. Dies soll durch Substitution teurer Materialien (z.B. Titan) erreicht werden.

Eine weitere offene Frage besteht darin herauszufinden, ob es besser ist den Windstrom in Windparknähe in Wasserstoff zu verwandeln oder ob an zentraler Stelle, z.B. den Netzeinspeisungspunkten, Wasserstoffproduktionsstätten errichtet werden sollen. Letzteres hätte den Vorteil, dass nicht nur Windstrom sondern auch Photovoltaikstrom zur Wasserstoffproduktion genutzt werden könnte. Die Einbindung von Wasserstoff in das energiewirtschaftliche Gesamtsystem untersucht die DLR-Abteilung Systemanalyse im Rahmen einer Begleitstudie.

Pilotprojekte für Windwasserstoff gibt es in Brandenburg und Schleswig-Holstein. Beteiligt sind noch viele weitere Partner, u.a. Siemens, Linde, Vattenfall und die deutsche Umwelthilfe.

Quelle: dlr.de

07.12.2011
 | Autor: THM | Abgelegt in:  | Kommentare: 0

Nicht HD ready sondern VHP-Ready

Nicht HD ready sondern VHP-Ready

Der Energiekonzern Vattenfall hat sich Gedanken darüber gemacht, wie überschüssiger Strom aus Photovoltaik und Windkraft sinnvoll genützt werden könnte. Dazu nahm man Wärmepumpen und Wärmespeicher zu Hilfe.

So kombiniert Vattenfall seit knapp einem Jahr dezentrale KWK-Anlagen und Wärmepumpen zu einem virtuellen Kraftwerk (Bericht von TGA Fachplaner). Besteht ein Überangebot an Windstrom, so wird die Wärmepumpe funkgesteuert eingeschaltet, um mit Hilfe des überschüssigen Stroms die Wärmespeicher einer Heizungsanlage zu füllen. Diese Wärme kann zu einem späteren Zeitpunkt aus Wärmespeichern wieder abgerufen werden.

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern hat Vattenfall einen technischen Standard entwickelt — namens Virtual Heat and Power, kurz VHP-Ready.

Technische Anlagen mit diesem Qualitätssigel können an Vattenfalls virtuelle Kraftwerke angeschlossen werden. Als erstes Unternehmen darf Stiebel Eltron nun seine Wärmepumpen mit dem VHP-Ready-Logo kennzeichnen.

Quelle: tga-fachplaner.de

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Letzte Änderung: Donnerstag, 17.05.2012   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Stuttgart
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