Eine Infrarotheizung wandelt Strom zu 100 Prozent in Wärme um, aber Strom ist teuer. Ein 600-Watt-Paneel kostet rund 0,23 Euro pro Stunde. Als punktuelle Zusatzheizung sinnvoll, als alleinige Hauptheizung im schlecht gedämmten Haus schnell teuer.
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Schnelle Kaufentscheidung
Punktuell im Bad, Homeoffice oder in der Übergangszeit ist eine IR-Heizung praktisch.
In schlecht gedämmten Räumen wird Dauerbetrieb mit Strompreis schnell teuer.
Faustregel rund 60-100 W/m² je nach Dämmung. Zu klein dimensioniert läuft dauerhaft.
Reihenfolge: erst Kosten rechnen, dann punktuell einsetzen statt den ganzen Raum dauerhaft elektrisch zu heizen.
Die schnelle Einordnung
Infrarotheizungen sind beliebt, weil sie günstig in der Anschaffung sind und schnell angenehme Strahlungswärme liefern. Der Haken: Sie heizen mit Strom, und Strom ist deutlich teurer als Gas oder Wärmepumpen-Wärme. Entscheidend sind Leistung in Watt, Laufzeit und wie gut der Raum gedämmt ist.
Als Faustregel kostet ein 600-Watt-Paneel bei 0,38 Euro pro kWh rund 0,23 Euro pro Stunde. Läuft es an einem kalten Tag sechs Stunden, sind das etwa 1,37 Euro. Über einen Winter summiert sich das je nach Nutzung erheblich.
| Paneel-Leistung | Kosten pro Stunde | 6 h/Tag | Grobe Wintersaison* |
|---|---|---|---|
| 300 W | ca. 0,11 € | ca. 0,68 € | ca. 82 € |
| 600 W | ca. 0,23 € | ca. 1,37 € | ca. 164 € |
| 900 W | ca. 0,34 € | ca. 2,05 € | ca. 246 € |
| 1.200 W | ca. 0,46 € | ca. 2,74 € | ca. 328 € |
*Grobe Annahme: rund 120 Heiztage. Mit Thermostat und kürzerer Laufzeit deutlich weniger.
Wann sich eine Infrarotheizung lohnt
Sinnvoll ist sie vor allem punktuell: im Badezimmer für die kurze Aufheizzeit, im Homeoffice für den einen Raum, in der Übergangszeit, wenn sich die Zentralheizung noch nicht lohnt, oder in gut gedämmten Räumen mit geringem Wärmebedarf. Als alleinige Hauptheizung in einem Altbau wird sie dagegen schnell zum Stromfresser.
100 Prozent Wirkungsgrad - trotzdem teuer
Oft liest man, Infrarotheizungen hätten 100 Prozent Wirkungsgrad. Das stimmt: Jede Kilowattstunde Strom wird zu Wärme. Der Vergleich hinkt aber, weil eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme macht. Beim reinen Heizen mit Strom zahlst du den vollen Strompreis pro kWh Wärme.
Thermostat ist Pflicht
Der größte Spar-Hebel ist die Laufzeit. Ein Thermostat oder eine smarte Steckdose sorgt dafür, dass das Paneel nur heizt, bis die Zieltemperatur erreicht ist, und danach abschaltet. Ohne Steuerung läuft die Heizung oft länger als nötig - genau das treibt die Kosten.
Richtig dimensionieren
Ein zu klein gewähltes Paneel läuft dauerhaft auf Volllast und wird trotzdem nicht warm. Als grobe Orientierung gelten 60 bis 100 Watt pro Quadratmeter, je nach Dämmung und Fenstern. Lieber etwas größer wählen und über das Thermostat regeln.
Interne Rechner und naechste Schritte
Den genauen Euro-Wert rechnest du im Stromkosten Rechner mit Watt, Laufzeit und Strompreis. Passend dazu: Ölradiator Stromverbrauch, Nachtspeicherheizung Stromverbrauch und die Kaufberatung beste Infrarotheizung. Für einen dauerhaft niedrigeren Strompreis hilft der Stromtarif-Rechner.
So ordnest du das Ergebnis ein
Unter etwa 80 Euro pro Winter ist eine IR-Heizung als Zusatz kein großes Thema. Zwischen 150 und 350 Euro solltest du Laufzeit, Dämmung und Thermostat prüfen. Bleibt der Wert dauerhaft hoch, ist eine effizientere Lösung wie eine Wärmepumpe langfristig deutlich günstiger.
Kosten nach Raum und Laufzeit bewerten
Eine Infrarotheizung ist nicht automatisch teuer, aber sie erzeugt Wärme direkt aus Strom. Deshalb entscheidet die Laufzeit über fast alles. Ein 600-Watt-Panel, das morgens eine Stunde im Bad läuft, ist eine andere Rechnung als ein 1.000-Watt-Panel, das ein Homeoffice acht Stunden warmhalten soll.
Für die Nutzerführung ist wichtig, den Jahreswert nicht isoliert zu zeigen. Der Besucher muss sehen, ob es um Komfortwärme, Zusatzheizung oder Hauptheizung geht. Nur so passt die Produktempfehlung zum Problem.
Wann ein Produktkauf sinnvoll ist
Ein neues Panel lohnt sich, wenn Raumgröße, Montageort und Thermostat zusammenpassen. Wer nur punktuell Wärme braucht, kann mit einem kleineren Panel und guter Steuerung zufrieden sein. Wer dauerhaft heizen will, sollte die Kosten mit Wärmepumpe, Gas oder bestehender Heizung vergleichen.
Ein Temperaturregler ist besonders interessant, wenn das gewählte Panel selbst keine gute Regelung hat. Er senkt nicht die Wattzahl, aber er verhindert unnötige Laufzeit. Genau diese Verbindung aus Rechner, Messung und passendem Produkt macht die Seite kaufstärker.
FAQ: Infrarotheizung Stromverbrauch 2026
Wie viel kostet eine Infrarotheizung pro Stunde?
Ein 600-Watt-Paneel kostet bei 0,38 Euro pro kWh rund 0,23 Euro pro Stunde. Größere Paneele entsprechend mehr.
Ist eine Infrarotheizung ein Stromfresser?
Als punktuelle Zusatzheizung nicht. Als alleinige Hauptheizung in schlecht gedämmten Räumen wird sie schnell teuer.
Infrarotheizung oder Wärmepumpe?
Für einzelne Räume und selten genutzte Flächen die IR-Heizung, für das ganze Haus dauerhaft die Wärmepumpe, weil sie aus einer kWh Strom mehrere kWh Wärme macht.
