Kurzantwort

Ein Router ist ein typischer Dauerverbraucher. Schon 10 Watt rund um die Uhr ergeben etwa 88 kWh pro Jahr. Bei 0,38 Euro pro kWh sind das rund 33 Euro jährlich. Mit Glasfaser-Modem, Repeater oder Mesh-System kann der Wert deutlich höher liegen.

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Was kostet ein Router pro Jahr?

Die Rechnung ist einfach: Watt durch 1.000, mit 24 Stunden, 365 Tagen und Strompreis multiplizieren. Ein Router mit 10 Watt kostet bei 0,38 Euro pro kWh rund 33 Euro pro Jahr. Bei 20 Watt sind es bereits rund 67 Euro.

GerätLeistungKosten/Jahr
Einfacher Router8 Wca. 27 Euro
WLAN-Router12 Wca. 40 Euro
Router + Repeater20 Wca. 67 Euro
Mesh-System30 Wca. 100 Euro

Was du nicht einfach abschalten solltest

Internet, Telefonie, Smart-Home, Alarmanlage und Updates können vom Router abhängen. Nachts abschalten lohnt nur, wenn dadurch nichts Wichtiges ausfällt und alle Nutzer damit leben können.

So misst du Netzwerkstrom richtig

Miss Router, Modem, Repeater und Switch getrennt oder als Gruppe. Besonders sinnvoll ist eine Messung über 7 Tage, weil Updates, WLAN-Nutzung und Homeoffice nicht jeden Tag gleich sind.

Mesh, Repeater und Glasfaser-Modem

Viele Haushalte unterschätzen Zusatzgeräte. Ein einzelner Repeater wirkt klein, aber mehrere Geräte laufen dauerhaft. Deshalb zählt die Summe des Netzwerks, nicht nur der Haupt-Router.

Router, Modem und Mesh getrennt betrachten

Viele Haushalte rechnen nur mit dem WLAN-Router. In der Praxis laufen aber oft mehrere Geräte gleichzeitig: Glasfaser-ONT, Kabelmodem, Router, Repeater, Switch und Mesh-Knoten. Jedes einzelne Gerät wirkt klein, aber zusammen entsteht ein Dauerverbrauch über 8.760 Stunden pro Jahr.

Wenn du den Verbrauch senken willst, starte mit einer Liste aller Netzwerkgeräte. Danach misst du zuerst die komplette Netzwerkleiste und dann einzelne Geräte, wenn der Wert auffällig hoch ist. So findest du heraus, ob ein alter Repeater, ein unnötiger Switch oder eine schlecht platzierte Mesh-Station der eigentliche Kostentreiber ist.

Wann ein neuer Router sinnvoll sein kann

Ein neuer Router lohnt sich nicht automatisch wegen Stromkosten. Sinnvoller wird der Austausch, wenn das alte Gerät instabil ist, schlechtes WLAN liefert, sehr warm wird oder zusätzliche Repeater nötig macht. Ein effizienter Router kann indirekt sparen, wenn dadurch ein zusätzliches Gerät wegfällt.

Praxis-Check für die Nachtabschaltung

Eine Nachtabschaltung spart nur dann sinnvoll, wenn niemand Internet, Telefonie oder Smart-Home braucht. Bei 10 Watt und 8 Stunden Abschaltung pro Nacht sparst du rund 29 kWh im Jahr, also etwa 11 Euro. Bei mehreren Geräten kann es mehr sein, aber Komfort und Erreichbarkeit müssen passen.

Typische Fehler bei Router-Stromkosten

Ein häufiger Fehler ist, nur den Router zu betrachten und Modem, Repeater oder Switch zu vergessen. Ebenfalls problematisch: die Netzteilangabe mit dem echten Verbrauch zu verwechseln. Das Netzteil zeigt die maximale Ausgangsleistung, nicht den dauerhaften Verbrauch im Alltag.

Interne Rechner und nächste Schritte

Rechne den konkreten Verbrauch im Stromkosten Rechner. Wenn das Gerät im Standby läuft, passt der Standby Kosten Rechner. Eine gute Mess-Reihenfolge findest du in Stromfresser im Haushalt finden.

Messplan für Router und Heimnetz

Starte mit der kompletten Steckdosenleiste des Netzwerks. Wenn dort zum Beispiel 25 Watt angezeigt werden, kostet das Heimnetz rund 83 Euro pro Jahr. Danach trennst du einzelne Komponenten testweise: Repeater, Switch, NAS, Powerline-Adapter oder zusätzliche Mesh-Knoten. So erkennst du, ob ein einzelnes Gerät überraschend viel Strom zieht.

Wichtig ist, nicht blind alles auszuschalten. Manche Geräte versorgen Telefonie, Smart-Home, Sicherheitskameras oder Heizungssteuerung. Der beste Sparweg ist deshalb nicht immer Nachtabschaltung, sondern eine schlankere Netzwerkstruktur: weniger Repeater, besser platzierter Router, weniger alte Zusatzgeräte.

Kaufentscheidung: messen oder austauschen?

Ein Messgerät lohnt sich zuerst, wenn du mehrere Netzwerkgeräte hast. Ein neuer Router lohnt eher, wenn das alte Modell langsam, instabil oder wegen Zusatzgeräten indirekt teuer ist. Reine Stromkosten allein rechtfertigen selten sofort einen Neukauf.

Beispiel: Heimnetz mit mehreren Geräten

Ein Haushalt mit Router, Glasfaser-Modem und zwei Mesh-Knoten kann schnell bei 28 bis 35 Watt Dauerleistung landen. Bei 30 Watt sind das rund 263 kWh pro Jahr und etwa 100 Euro Stromkosten. Wenn ein Mesh-Knoten nur einen kleinen Bereich abdeckt oder ein alter Repeater kaum genutzt wird, kann das Abschalten oder Umstellen mehr bringen als ein neuer Router.

Sinnvoll ist auch ein Blick auf die Platzierung. Ein Router in einem Schrank, hinter dicken Wänden oder weit weg von den Nutzern braucht oft zusätzliche Repeater. Besserer Standort kann also indirekt Strom sparen.

Häufige Fehlannahmen bei der Rechnung

Der wichtigste Fehler ist, mit Maximalleistung statt mit realer Nutzung zu rechnen. Viele Geräte ziehen nur phasenweise viel Strom, andere laufen zwar mit wenig Watt, aber jeden Tag. Deshalb ist der Jahreswert wichtiger als ein einzelner Momentwert.

Der zweite Fehler ist, Kaufentscheidungen zu früh zu treffen. Ein neues Gerät spart nur dann Geld, wenn die Differenz im Verbrauch groß genug ist und der Kaufpreis nicht zu hoch liegt. Erst messen oder realistisch schätzen, dann vergleichen.

Der dritte Fehler ist, Standby und Zusatzgeräte zu vergessen. Oft ist nicht das Hauptgerät allein teuer, sondern die Kombination aus Netzteil, Zusatzbox, Beleuchtung, Ladegerät oder Warmhaltefunktion. Eine Gruppenmessung zeigt schnell, ob sich weiteres Suchen lohnt.

So nutzt du die Werte für eine Kaufentscheidung

Rechne den Jahreswert in Euro aus und vergleiche ihn mit dem Preis einer möglichen Lösung. Wenn ein Produkt 30 Euro kostet und 15 Euro pro Jahr spart, liegt die grobe Amortisation bei zwei Jahren. Wenn ein neues Großgerät mehrere hundert Euro kostet, sollte die Ersparnis entsprechend deutlich sein.

Tarif zu teuer? Neben dem Gerät lohnt der Blick auf den Stromtarif: Mit dem Stromtarif-Rechner siehst du in Sekunden, wie viel ein Anbieterwechsel pro Jahr spart.

FAQ: Router Stromverbrauch

Kann ich den Router nachts ausschalten?

Ja, wenn Telefon, Smart-Home und andere Dienste nicht gebraucht werden. Vorher prüfen, was davon abhängt.

Wie lange sollte ich messen?

Mindestens 24 Stunden, besser 7 Tage. So werden Nutzung und Updates realistischer erfasst.

Ist ein neuer Router sparsamer?

Nicht automatisch. WLAN-Leistung, Mesh, Modem und Funktionen beeinflussen den Verbrauch.