Die wichtigste Änderung beim Trocknerkauf ist keine Technik, sondern ein Etikett: Seit dem 1. Juli 2025 gilt die Skala A bis G statt A+++ bis D.
- Aus A+++ wurde B oder C, aus A++ wurde D oder E – dasselbe Gerät, strengere Maßstäbe
- Der Verbrauch steht jetzt als kWh pro 100 Zyklen auf dem Label, nicht mehr als Jahreswert
- 7 kg für ein bis zwei Personen, 8 kg als Normalfall, 9 kg ab vier Personen
- Selbstreinigender Wärmetauscher ist der Ausstattungspunkt mit dem größten Langzeitnutzen
- Klasse A kostet spürbar Aufpreis und spielt ihn über die Stromersparnis meist nicht ein
Erst die Situation, dann das Gerät
Fassungsvermögen an der Waschmaschine ausrichten, nicht am Preis. Stellplatz und Ablaufmöglichkeit vorher ausmessen.
Ein Abluft- oder Kondenstrockner ohne Wärmepumpe liegt bei rund 340 kWh pro 100 Zyklen. Hier lohnt der Wechsel fast immer.
du weniger als etwa 50-mal im Jahr trocknest. Dann amortisiert sich kein Gerät, und der Wäscheständer bleibt die günstigere Lösung.
Wichtigster Kaufpunkt: Der Trockner sollte mindestens so viel fassen wie die Waschmaschine. Zwei halbe Trocknungen verbrauchen zusammen mehr als eine volle.
Midea MD20EH80WB-A3, 8 kg
Trifft die Mitte: Klasse C nach neuem Label entspricht ungefähr dem, was früher als A+++ verkauft wurde – bei einem Fassungsvermögen, das zu einer normalen 8-kg-Waschmaschine passt.
Comfee CD08EHP05W, 8 kg
Für den Umstieg vom Kondenstrockner: Klasse D klingt schwach, liegt aber immer noch um ein Vielfaches unter einem Gerät ohne Wärmepumpe.
LG RT90X8C, 9 kg
Löst das Problem, das Trockner altern lässt: Ein zugesetzter Wärmetauscher treibt den Verbrauch schleichend hoch – hier reinigt das Gerät ihn selbst.
Samsung DV90DB8845GHU2, 9 kg
Selten: Klasse A ist nach der Neuskalierung kaum besetzt. Sinnvoll bei hoher Trocknungszahl – bei zwei Ladungen die Woche rechnet sich der Aufpreis nicht.
Beko B3T41239A, 7 kg
Wenn die Nische nicht mehr hergibt: Mit 54,3 cm Tiefe passt das Gerät dort, wo Standardtrockner mit rund 60 cm anstoßen.
Transparenz: Die Produktlinks führen zu Amazon und sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber, bekomme ich eine kleine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten. Selbst geprüft habe ich die Geräte nicht – die Einordnung beruht auf technischen Daten und Einsatzzweck.
Nicht in dieser Liste: Ablufttrockner und Kondenstrockner ohne Wärmepumpe. Sie sind in der Anschaffung günstiger, verbrauchen aber rund das Drei- bis Vierfache und rechnen sich schon nach wenigen Jahren nicht mehr. Ebenfalls nicht dabei sind Waschtrockner, die beide Funktionen in einem Gerät vereinen: Sie sparen Platz, trocknen aber meist nur die halbe Waschladung am Stück und verbrauchen dabei deutlich mehr als ein getrennter Wärmepumpentrockner.
Die Geräte nebeneinander
| Gerät | Kapazität | Klasse (neu) | Besonderheit | Passt zu |
|---|---|---|---|---|
| Midea MD20EH80WB-A3 | 8 kg | C | Fernsteuerung | Zwei bis drei Personen |
| Comfee CD08EHP05W | 8 kg | D | Einstiegspreis | Umstieg vom Kondenstrockner |
| LG RT90X8C | 9 kg | B | Selbstreinigender Kondensator | Vier Personen, viel Wäsche |
| Samsung DV90DB8845GHU2 | 9 kg | A | Höchste Effizienzklasse | Sehr hohe Trocknungszahl |
| Beko B3T41239A | 7 kg | – | 54,3 cm Tiefe | Enge Nische, kleines Bad |
Das neue Label: warum aus A+++ ein B wurde
Bis Ende Juni 2025 trugen Wäschetrockner die alte Skala von A+++ bis D. Seit dem 1. Juli 2025 gilt auch für sie die Skala A bis G, die bei Kühlschränken und Waschmaschinen schon seit 2021 in Kraft ist. Der Sinn dahinter: Am oberen Ende hatten sich so viele Geräte gestapelt, dass die Pluszeichen keine Unterscheidung mehr leisteten.
Die Umrechnung fällt drastisch aus. Ein Gerät, das bisher als A+++ verkauft wurde, landet auf der neuen Skala meist bei B oder C. Ein A++-Modell rutscht auf D oder E. Technisch hat sich an diesen Geräten nichts geändert – nur der Maßstab ist strenger geworden, damit oben wieder Luft für kommende Entwicklungen bleibt.
Praktisch heißt das zweierlei. Erstens: Ein Trockner mit Klasse D ist heute kein schlechtes Gerät, sondern oft genau das, was vor zwei Jahren als Spitzenmodell galt. Zweitens: Solange Restbestände und Händlerlistungen noch die alten Klassen zeigen, muss man beim Vergleich zweier Angebote nachsehen, nach welcher Skala die Angabe gemacht wurde. Das neue Label erkennt man daran, dass der blaue Rahmen fehlt und ein QR-Code aufgedruckt ist, über den die EU-Produktdatenbank die vollständigen Daten liefert.
kWh pro 100 Zyklen: die Zahl, auf die es ankommt
Zusammen mit der Skala hat sich auch die Verbrauchsangabe geändert. Statt eines geschätzten Jahreswerts steht nun der Verbrauch für 100 Trocknungsgänge auf dem Etikett, gemessen im Programm, das jetzt einheitlich ECO heißt und teils voll, teils halb beladen gefahren wird.
Die Größenordnungen:
| Gerätetyp | kWh je 100 Zyklen | Kosten je 100 Trocknungen bei 0,38 €/kWh |
|---|---|---|
| Moderner Wärmepumpentrockner | ca. 73–97 kWh | ca. 28–37 € |
| Älteres Gerät ohne Wärmepumpe | ca. 340 kWh | ca. 129 € |
Wer 150-mal im Jahr trocknet, zahlt beim modernen Gerät also grob 42 bis 55 Euro Strom im Jahr, beim alten Kondenstrockner knapp 194 Euro. Die Differenz von rund 145 Euro trägt ein Gerät für 600 Euro in gut vier Jahren.
Ein ehrlicher Vorbehalt gehört dazu: Der Labelwert gilt für das ECO-Programm. Wer stattdessen das Schnellprogramm oder eine höhere Trockenstufe wählt, liegt darüber – realistisch eher bei 1,0 bis 2,0 kWh pro Ladung statt der 0,73 bis 0,97 kWh, die der Labelwert nahelegt. Für den Vergleich zweier Geräte ist die Zahl trotzdem die beste, die es gibt, weil alle Hersteller nach demselben Verfahren messen müssen.
Diese Daten solltest du vor dem Kauf prüfen
| Angabe | Worauf achten | Warum es zählt |
|---|---|---|
| Energieklasse | Nach welcher Skala? A–G oder A+++–D | Ohne diese Angabe ist ein Preisvergleich wertlos |
| kWh / 100 Zyklen | Absolutwert, nicht die Klasse | Die Klasse ist auf die Gerätegröße bezogen |
| Fassungsvermögen | Mindestens so viel wie die Waschmaschine | Geteilte Ladungen verbrauchen zusammen mehr |
| Wärmetauscher | Selbstreinigend oder zugänglich? | Zusetzen ist die häufigste Verbrauchsfalle |
| Geräuschklasse | A bis D, seit dem neuen Label Pflichtangabe | Entscheidend nur bei Aufstellung in der Wohnung |
| Säulenfähig | Steht im Datenblatt, nicht im Titel | Nicht jedes Gerät darf gestapelt werden |
| Tiefe | Meist rund 60 cm, schlanke Modelle 54 cm | Bei geöffneter Tür kommt Platzbedarf dazu |
Die Geräte im Einzelnen
Midea MD20EH80WB-A3, 8 kg
Der Normalfall für zwei bis drei Personen.
Acht Kilo passen zu der Waschmaschine, die in den meisten Haushalten steht, und Klasse C liegt auf der neuen Skala im oberen Drittel dessen, was am Markt breit verfügbar ist – umgerechnet ungefähr das Niveau, das vorher als A+++ beworben wurde.
Gut geeignet für: Zwei- bis Dreipersonenhaushalte, die ihren ersten Wärmepumpentrockner kaufen oder einen Kondenstrockner ersetzen.
Nachteil: Die App-Fernsteuerung ist beim Trockner ein schwaches Kaufargument. Anders als bei einer Waschmaschine, die man zum Ende eines Tarifzeitfensters starten will, bringt das Fernstarten eines Trockners wenig – die Wäsche muss ohnehin erst hinein.
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Comfee CD08EHP05W, 8 kg
Der günstigste Punkt, an dem der Umstieg noch Sinn ergibt.
Klasse D wirkt auf der neuen Skala mittelmäßig, ist es im Vergleich zum Altgerät aber nicht: Wer von einem Abluft- oder Kondenstrockner kommt, senkt den Verbrauch auch mit diesem Gerät um ein Vielfaches. Für den reinen Umstiegsfall ist das die Rechnung, die zählt.
Gut geeignet für: Haushalte, die vom Gerät ohne Wärmepumpe umsteigen und den Anschaffungspreis niedrig halten wollen.
Nachteil: Klasse D ist das schwächste Modell dieser Liste. Wer ohnehin viel trocknet, hat den Preisunterschied zur Klasse C über die Jahre wieder eingespielt – bei 200 Trocknungen im Jahr ist der Einstiegspreis die teurere Entscheidung.
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LG RT90X8C, 9 kg
Das Gerät, das nicht schleichend schlechter wird.
Der häufigste Grund dafür, dass ein Wärmepumpentrockner nach ein paar Jahren länger braucht und mehr verbraucht, ist ein mit Flusen zugesetzter Wärmetauscher. Bei vielen Geräten kommt man an ihn gar nicht heran. Ein selbstreinigender Kondensator nimmt dieses Problem aus der Gleichung – zusammen mit 9 kg und Klasse B ist das die haltbarste Kombination dieser Liste.
Gut geeignet für: Vierpersonenhaushalte, Familien mit Bettwäsche und Handtüchern, alle, die das Gerät fünfzehn Jahre behalten wollen.
Nachteil: 9 kg brauchen Platz und kosten Aufpreis, der sich für einen Zweipersonenhaushalt nicht rechnet. Wer die Trommel nie voll bekommt, trocknet dauerhaft mit Teilbeladung – und die ist pro Kilogramm Wäsche ineffizienter als eine volle Ladung im kleineren Gerät.
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Samsung DV90DB8845GHU2, 9 kg
Klasse A – auf der neuen Skala eine Seltenheit.
Nach der Neuskalierung ist die Klasse A bei Trocknern kaum besetzt, weil die Anforderungen bewusst so gesetzt wurden, dass oben Platz bleibt. Dass dieses Gerät sie erreicht, ist die eigentliche Nachricht: Es liegt am unteren Rand dessen, was heute technisch beim Verbrauch geht.
Gut geeignet für: Haushalte mit sehr hoher Trocknungszahl – große Familien, Haushalte ohne Trockenmöglichkeit im Freien, Wohnungen ohne Balkon.
Nachteil: Der Aufpreis zur Klasse C liegt schnell im dreistelligen Bereich, die jährliche Stromersparnis dagegen im niedrigen zweistelligen. Bei zwei Ladungen pro Woche braucht dieses Gerät über zehn Jahre, um den Mehrpreis einzuspielen – dann ist es meist schon am Ende seiner Lebensdauer.
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Beko B3T41239A, 7 kg
Wenn die Nische keine 60 Zentimeter hergibt.
Standardtrockner sind rund 60 Zentimeter tief, und mit geöffneter Tür braucht man deutlich mehr. In einem kleinen Bad oder einer Abstellkammer scheitert der Kauf oft genau daran. Mit 54,3 Zentimetern passt dieses Gerät dort, wo andere anstoßen – die Sensortrocknung stoppt zudem, sobald die Wäsche trocken ist, statt stur die Programmzeit abzufahren.
Gut geeignet für: Ein- bis Zweipersonenhaushalte, kleine Bäder, Abstellräume mit knapper Tiefe.
Nachteil: 7 kg sind weniger, als eine übliche 8-kg-Waschmaschine ausspuckt. Wer die volle Waschladung am Stück trocknen will, muss sie teilen – und zwei Teilbeladungen verbrauchen zusammen mehr Strom als eine volle Trommel.
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Rechne mit deinen eigenen Zahlen
Trage Trocknungen pro Jahr, Verbrauch und Strompreis ein und vergleiche altes gegen neues Gerät.
Zum Trockner RechnerWoran Trockner-Käufe scheitern
Die Klassen werden über Skalen hinweg verglichen. Der häufigste Fehler seit Juli 2025: Ein Angebot nennt „A++", das andere „D" – und der Käufer hält das erste für besser, obwohl beide dasselbe Effizienzniveau beschreiben. Vor jedem Vergleich muss klar sein, ob die Angabe auf der alten oder der neuen Skala beruht.
Der Trockner wird kleiner gekauft als die Waschmaschine. Das spart beim Kaufpreis und kostet danach jedes Mal: Eine 8-kg-Waschladung passt nicht in eine 7-kg-Trommel, also wird geteilt. Zwei Teilbeladungen verbrauchen zusammen mehr als eine volle – und dauern zusammen deutlich länger.
Der Stellplatz wird ohne geöffnete Tür ausgemessen. Die Gerätetiefe steht im Datenblatt, der Platzbedarf beim Be- und Entladen nicht. Wer auf den Zentimeter plant, steht später vor einer Tür, die sich nur halb öffnen lässt.
Auf den Wärmetauscher wird nicht geachtet. Er taucht in keiner Werbung auf, entscheidet aber darüber, ob das Gerät nach sieben Jahren noch so verbraucht wie am ersten Tag. Ist er weder selbstreinigend noch zugänglich, gibt es keinen Weg, ihn sauber zu halten.
Der Trockner landet in einem sehr kalten Raum. Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebungsluft Wärme. Steht das Gerät in einem ungeheizten Raum knapp über dem Gefrierpunkt, verlängert sich die Trocknungszeit spürbar. Die zulässige Umgebungstemperatur steht in der Bedienungsanleitung – meist beginnt sie bei 5 °C.
Praxis: Aufstellen, Entleeren, Stapeln
Der Kondenswasserbehälter ist der Alltagsärger
Ein Wärmepumpentrockner braucht keinen Abluftschlauch nach draußen – das ist sein großer Vorteil. Stattdessen sammelt er das Kondenswasser in einem Behälter, der nach jeder ein bis zwei Trocknungen geleert werden will. Wird er voll, bricht das Programm ab, und die Wäsche liegt halbfeucht in der Trommel.
Steht in der Nähe ein Abfluss, ein Waschbecken oder der Ablauf der Waschmaschine, lässt sich das bei den meisten Geräten dauerhaft lösen: Ein Ablaufschlauch-Set leitet das Kondensat direkt ab, der Behälter bleibt leer. Das ist die günstigste Nachrüstung mit dem größten Alltagsgewinn.
Xavax Ablaufschlauch-Set für Kondenstrockner
Vorher prüfen: ob dein Gerät einen Direktablauf-Anschluss besitzt – nicht jedes Modell hat einen.
ML-Design Zwischenbaurahmen Stahl, 60 × 60 cm
Nie ohne Rahmen stapeln: Der Trockner wandert sonst beim Schleudern und drückt die Füße in den Maschinendeckel.
Lamellenkamm für den Wärmetauscher
Nur nötig, wenn dein Gerät keinen selbstreinigenden Kondensator hat und der Tauscher zugänglich ist.
PeakTech 9035 Energiekostenmessgerät
Sinnvoll, bevor du 600 Euro ausgibst: Über mehrere Trocknungen messen, dann rechnen.
Stapeln geht nur mit Rahmen
Wenn der Platz für zwei nebeneinander stehende Geräte fehlt, ist der Waschturm die naheliegende Lösung – aber nicht ohne Zwischenbaurahmen. Ohne ihn wandert der Trockner beim Schleudergang der Waschmaschine, und seine Gerätefüße drücken sich in den Deckel darunter. Der Rahmen muss zur Breite beider Geräte passen; üblich sind 60 Zentimeter. Und nicht jeder Trockner ist überhaupt zum Stapeln freigegeben: Diese Angabe steht im Datenblatt, nicht in der Artikelüberschrift.
Die Aufstellhöhe entscheidet über den Rücken
Steht der Trockner oben im Turm, liegt die Trommelöffnung auf Brusthöhe – bequem zum Entnehmen, unbequem zum Beladen aus einem Wäschekorb am Boden. Ein Rahmen mit ausziehbarer Ablageplatte löst das, weil der Korb auf Arbeitshöhe abgestellt werden kann. Klingt nach Komfortdetail, ist aber der Punkt, über den sich Käufer nach einem Jahr am häufigsten ärgern.
Preisklassen – womit du rechnen musst
| Klasse | Preis | Was du dafür bekommst |
|---|---|---|
| Einstieg | ca. 380–450 € | 7–8 kg, Klasse D oder E, Wärmetauscher manuell |
| Mittelklasse | ca. 500–650 € | 8 kg, Klasse C, Sensortrocknung, mehr Programme |
| Gehoben | ca. 800–1.200 € | 9 kg, Klasse A oder B, selbstreinigender Kondensator |
Dazu kommen Nebenkosten, die in keiner Preisangabe stehen:
| Position | Kosten | Anmerkung |
|---|---|---|
| Zwischenbaurahmen | ca. 40–70 € | Nur beim Waschturm nötig |
| Ablaufschlauch-Set | ca. 15 € | Nur bei vorhandenem Direktablauf-Anschluss |
| Altgeräteentsorgung | 0–40 € | Viele Händler nehmen kostenlos zurück – vorher fragen |
| Lieferung bis Aufstellort | 0–60 € | „Bordsteinlieferung“ heißt: bis vor die Haustür |
Gibt es einen Testsieger?
Nein – jedenfalls keinen, der für alle gilt. Die Frage, welches Gerät „das beste“ ist, lässt sich beim Trockner schlechter beantworten als bei fast jedem anderen Haushaltsgerät, weil drei Größen gegeneinander laufen: Effizienzklasse, Fassungsvermögen und Preis. Ein Gerät der Klasse A ist objektiv sparsamer, aber für einen Zweipersonenhaushalt die schlechtere Entscheidung, weil sich der Aufpreis über die Nutzungsdauer nicht einspielt.
Belastbarer als jedes Siegel sind drei Zahlen aus dem Datenblatt: kWh pro 100 Zyklen, Fassungsvermögen und die Frage, ob der Wärmetauscher selbstreinigend ist. Wer diese drei nebeneinanderlegt und dazu die eigene Trocknungszahl pro Jahr kennt, kommt zu einer besseren Entscheidung als über jede Bestenliste.
Womit ich anfangen würde
Zuerst zählen, nicht kaufen: Wie oft läuft der Trockner pro Woche? Unter einer Ladung wöchentlich lohnt kein Gerät dieser Preisklasse. Bei zwei bis drei Ladungen ist die Mittelklasse mit 8 kg und Klasse C die Entscheidung, die für die meisten Haushalte aufgeht. Ab vier Ladungen wöchentlich rechnet sich der Sprung zur Klasse B mit selbstreinigendem Kondensator, weil dann sowohl die Stromersparnis als auch die Wartungsfrage Gewicht bekommen.
Wer ein altes Gerät ersetzt, sollte vorher messen statt schätzen. Ein Messgerät für rund 20 Euro über fünf Trocknungen laufen zu lassen, kostet einen Abend und ersetzt jede Schätzung – der Unterschied zwischen 2 und 4 kWh pro Ladung entscheidet darüber, ob sich der Neukauf in vier oder in zwölf Jahren trägt. Wie das im Detail funktioniert und ab wie vielen Ladungen sich der Wechsel trägt, steht im Ratgeber Wärmepumpentrockner: lohnt sich das?.
Und ein letzter Punkt, der nichts kostet: Die Restfeuchte, die aus der Waschmaschine kommt, bestimmt einen guten Teil des Trocknerverbrauchs. Wer mit 1.600 statt 1.000 Umdrehungen schleudert, spart bei jeder Ladung Trocknerstrom – die Zahlen dazu stehen im Ratgeber Waschmaschine Stromverbrauch.